Weingut Erich & Walter Polz

Aktualisiert: Aug 31

Christian Maurer vom Weingut Polz erzählt uns über die Erfolge und Besonderheiten des international bekannten Weinguts im Exklusivinterview.

Buschenschank Weingut Polz (C) https://www.polz.co.at

Christian, du präsentierst das Weingut Polz nach außen. Es ist eines der bekanntesten Weingüter der Südsteiermark und wird bereits in 4. Generation geführt. Wie viel Hektar Weingärten bewirtschaftet ihr und wie viele unterschiedliche Weine produziert ihr jährlich? Derzeit sind es rund 100 Hektar und 35 verschiedene Weine.

Und wie viele Personen seid ihr in eurem Team? Über das Jahr sind wir im Durchschnitt rund 50 Personen.

Das ist eine beachtliche Größe. Das Weingut Polz legt meines Erachtens besonderes Augenmerk auf Lagenweine und bewirtschaftet dazu mehrere Rieden, Grassnitzberg und Theresienhöhe zum Beispiel. Wir können nicht auf jede Riede eingehen, aber welche würdest du besonders hervorheben? Bezogen auf die Qualität würde ich die großen STK-Rieden Hochgrassnitzberg und Obegg hervorheben. Das sind große STK-Rieden, die nach den steirischen Terroir- und Klassikweingütern klassifiziert sind und besonders kostbare Weine hervorbringen. Für eine große STK-Riede müssen die Rebstöcke mindestens 15 Jahre alt sein. Die daraus entstandenen Weine reifen mindestens 18 Monate und müssen ein Lagerpotenzial von 20 Jahren bewiesen haben. Die Weine werden per Hand verlesen und haben ein besonders hohes Qualitätsversprechen.

Die großen STK-Rieden stehen in der Qualitätspyramide über den Ersten STK-Rieden, und diese noch über den Südsteiermark DAC Orts- und Gebietsweinen.

Wir haben zwei Erste STK-Rieden: Grassnitzberg und Theresienhöhe. Die Rebstöcke müssen für diese Klassifizierung mindestens 12 Jahre alt sein, der Ertrag wird limitiert, um eine höhere Qualität zu erreichen. Das Lagerpotenzial muss hier mindestens 10 Jahre sein.

Unsere weiteren Lagen sind nicht klassifiziert, was aber nichts an unseren Qualitätsansprüchen an ihre Weine ändert.

Ihr habt neben den vielen Lagenweinen auch den Steirischen Spiegel, ein Cuvee, aber auch den Chardonnay Spiegel, Rosé Spiegel. Warum heißen diese Weine Spiegel und was macht diese Weine aus? Diese Weinreihe soll der Spiegel der Traubensorten sein. Früher hat es nur den Steirischen Spiegel gegeben, eine Cuvée aus Riesling und einer anderen klassisch steirischen Traube. Nun gibt es weitere reinsortige Weine mit dem Beinamen Spiegel. Diese Produktserie ist sozusagen die Einstiegsdroge zum Weinkonsum, wenn man will. Frische, primärfruchtige Weine, die einfach zu trinken sind.

Von wem wurden diese äußerst markanten Etiketten für die Spiegel-Serie designt? Das ist ein sehr großes Bild vom Maler Helmut Parthl namens „Weinmahlerig“. Es hängt in unserem Verkostungsraum.

In der Weinzwitscherei ist der Brut Rosé sehr beliebt. Wird der Schaumwein bei euch im Haus produziert? Nicht ganz. Das Degogieren, also das Entfernen des Hefedepots aus dem Flaschenhals, wird außer Haus gemacht.

Hast du einen Lieblingswein aus dem Sortiment? Einen Lieblingswein gibt es meiner Meinung nach nicht, denn es kommt ja drauf an, wo ich den Wein trinke. Auf der Terrasse benötige ich einen leichteren und trinkfreudigeren Wein als zur Speisebegleitung. Das sind zwei große Unterschiede. Für die Terrasse würde ich momentan einen Sauvignon Klassik oder einen Muskateller Klassik, also leichte, klassische Gebietsweine wählen.

Ihr seid „Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Wie zeichnet sich das im Betrieb ab? Es wird so nachhaltig wie nur irgend möglich produziert. Wir reduzieren den Ressourcenverbrauch und es werden jährlich eigene sehr strenge Audits durchgeführt.

Das Weingut Polz hat sich international bereits einen Namen gemacht. In welche Länder exportiert ihr? Der Hauptexport liegt innerhalb der EU, aber wir exportieren auch nach Russland und in die USA.

Gibt es besonders namhafte Kunden? Es gibt sicherlich namhafte Kunden, aber da wir hauptsächlich dem Großhandel liefern, sind uns diese leider nicht namentlich bekannt. Es wäre für uns auch sehr interessant zu wissen, wo wir überall vertreten sind.

Lieber Christian, vielen Dank für das Interview und deine Zeit am Winzertag! Ich bedanke mich auch für die gute Zusammenarbeit mit der Weinzwitscherei.

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